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Aufgaben einer SEO-Agentur in 2015

SEO Agentur Linkbuilding Infografik Christoph Szepanski blurithmics

SEO ist Linkbuilding und die Seiten halbwegs schick für Google machen!“

„Oh – mein - Gott!“ – ich bin zwar gläubig, aber das grenzt an Entwicklungsblasphemie.

Es kommt tatsächlich nach wie vor dazu, dass mir das Gesprächspartner so wiedergeben. Das spiegelt in den meisten Fällen jedoch nicht die Meinung des Erzählers wieder, sondern die Aussagen desjenigen, mit dem er zuvor gesprochen hat.
Damit muss endlich Schluss sein. Es kann schlicht nicht sein, dass Webseiten-Betreiber, die definitiv in mehr als 95% aller Fälle nachhaltige Erfolge verbuchen müssen, nach wie vor mit solchen Aussagen konfrontiert werden.

Das ist aber gar nicht der Kern dieses Artikels. Willst Du wissen, um was es geht? Viel Spaß.
Inhaltsverzeichnis:
  • Vorwort / Entwicklungshintergründe
    • Auszug Entwicklungsschritte
  • Aufgabenliste - Ihre Zusammenhänge und Verzahnungen
    • User-Signale
    • Content
    • Social Media
    • Traffic
  • Worauf Auftraggeber in 2015 achten sollten (die TOP 10)
  • Aufgaben in 2015
  • Infografik: Aufgaben einer SEO-Agentur in 2015
  • Fazit
Vorwort / Entwicklungshintergründe

Zugegeben, es gab Grauzonen, es gab Lücken und beides gibt es auch heute noch. Mut zur Lücke bedeutet jedoch keineswegs, dass man Techniken, Ansichten und Methodik aus 2005 heute noch anwenden kann oder sollte. Insbesondere dann nicht, wenn die Optimierung der besagten Seite tatsächlich das nächste Panda und Pinguin Update überleben soll.

Einige auszugsweise Entwicklungsschritte
Eingefügtes Bild
Diese Liste lässt sich sogar noch bis 2008, dem Moment, zudem Karl Kratz die Formel für die Termgewichtung ins Spiel bringt, weiterstricken. Die Kerninformation lässt sich jedoch leicht ableiten. Diese Zeiten sind vorbei.

Google ist durchaus in der Lage technisch vollsemantisch und inhaltlich latent-semantisch Inhalte zu bewerten. Diese in Korrelation mit anderen Inhalten und mit der Summe aller Faktoren der Gewichtung von Inhalten zu bringen. Daher seit euch mal sicher, dass Google anhand der gegebenen Umstände heute deutlich besser unterscheiden kann, was Müll oder ein alter Hut ist und was tatsächlich abgeht. Sicherlich ist die Maschine noch nicht soweit, wie sie es von sich selbst gern behauptet, aber damit kommen wir auch schon zum eigentlichen Kern der Sache.

Wenn wir also wissen, dass Google die folgenden Kriterien (auszugsweise) heutzutage nutzt, um das Ranking einer Website zu beurteilen, dann hat sich unser Aufgabenfeld maßgeblich verändert:
  • User-Signale
    • Verweildauer
    • Absprungrate
    • Conversions
  • Content
    • Informationsstruktur
    • Informationsarchitektur
    • Informationsdichte
  • Social Media
    • Seeding Effekte (direkte & Indirekte Signale)
    • Traffic aus sozialen Netzwerken
  • Traffic
    • Referenzierungen
    • Pressemitteilungen
    • Reviews & Bewertungen
    • Q&A Portale
    • und, und, und …
Nehmen wir doch nur mal diese Faktoren, dann lassen sich die folgenden Aufgaben daraus ableiten.

Aufgabenliste - Ihre Zusammenhänge und Verzahnungen

Bereich „User-Signale“

Um diese Signale in vollem Umfang zu erkennen und auswerten zu können und daraus die notwendigen Schritte abzuleiten, ist es also erforderlich sich mit Analyse-Werkzeugen, wie z. B. Google Analytics umfangreich auszukennen. Dem war 2005 nicht so. Es war zwar gut sich damals schon damit bestens auszukennen und natürlich schon hilfreich, aber eben nicht zwingend erforderlich.

Der Bereich der Usability ist also in den Fokus gerückt.

Die Verweildauer auf einer Website beeinflussen wir durch die Optimierung der Darstellung, durch die Interaktionsmöglichkeiten, durch interessanten Inhalt, durch klare Strukturen und eine eindeutige Nutzerführung (Usability). Hier betreten wir also in Teilen den Bereich der Konvertierungsoptimierung hinsichtlich verschiedener Möglichkeiten, wie z. B. den A/B Split-Tests.

Wer eine Absprungrate nicht analysieren kann, um deren Ursprung zu finden, der wird auch nicht in der Lage sein diese zu verbessern. Folglich betreten wir auch hier analytische Bereiche, die oftmals mit Google Analytics oder einem adäquaten Äquivalent gelöst werden.

Falls jemand glaubt, dass Google die Konvertierungen einer Website selbst, insbesondere bei Onlineshops, die sich durch Ihren Quellcode outen, nicht in Betracht zieht, wenn auch minimal, der irrt leider. In der organischen Suche ist dieser Faktor meiner Erfahrung nach, ein Prüfkriterium, also kein direkter Rankingfaktor. Teil des Quality-Ratings in Google-AdWords ist dieser Faktor bereits offiziell seit einigen Jahren.

Bereich „Content“

Durch eine gut durchdachte Informationsstruktur einer Website, oftmals auch „Siloing“ betitelt, findet schlussendlich nicht nur der Crawler den Weg nach Rom (Crawlability), sondern der User erlebt seinen Besuch auf Seite XY wesentlich angenehmer und langfristig intensiver (Usersignal).

Die Informationsarchitektur ist der heutigen SEO-Agentur durch Google, Yahoo! und Bing geradezu aufgezwungen worden. Schema.org und andere semantische Notationsquellen dienen dazu technisch-semantische Beurteilungen der Informationsarchitektur erstellen zu können (Quellcode).

Informationsdichte? Was ist das denn? Keine Sorge, hast Dich nicht verlesen. Gehaltloser Content, wie in den Artikelverzeichnissen aus den Jahren 2005 bis 2009 bestand zu meist aus Worten. Aus Worten, ja, aus Worten, aber ohne jede tatsächliche Nachricht oder Gehalt - sprich, keine Information. Heute ist das anders. Webseiten-Betreiber sind sich Ihrer Pflicht zum gehaltvollen Content bewusst. Das lässt jedoch den Rückschluss zu, dass in steigendem Wettbewerb die Inhalte in Ihrer Art und Intensität laufend Steigerungen erfahren. Es steigt die Informationsdichte, woraus beispielsweise auch die Notwendigkeit des Einsatzes des Deutschen Fleschindexes entstanden ist, den ich mit diesem Satz sicherlich sträflich vernachlässigt habe.

Bereich „Social Media“

Für den Social-Media Bereich gab und gibt es eigens einen Markt und der wird von wirklich cleveren Agenturen regiert. Betreibt jedoch eine Agentur für einen Kunden ernsthaftes Content-Marketing, gehört die Koordination der Seedings, die Influencer-Recherche und die anschließende Auswertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der daraus resultierenden Lerneffekte zu ihrem Handwerk.

Traffic aus sozialen Netzwerken gehört zum integralen Bestandteil der Outreach-Strategie eines jeden Unternehmens, das mit seiner Internetseite ein wirtschaftliches Ziel verfolgt. Ergo ist auch die Kontrolle des Traffics ebenso integraler Bestandteil der Aufgabenliste einer SEO-Agentur, selbst, wenn sie diese Aufgabe nicht selbst ausführt. Dennoch müssen diese Werte in den großen „Pott“ einfließen, andernfalls entsteht eine nicht unerheblich große Lücke.

Der Bereich „Traffic“ ganz allgemein

Links sind gut und nach wie vor die harte Währung der Suchmaschinenoptimierung. Ja! Jedoch, wie man heute Links aufbaut hat sich maßgeblich verändert. Kurzfristige Erfolge erzielt man auch mit Schmutz (PBN). Langfristig macht das keinen Sinn. Beraten wir unsere Kunden als SEO-Agentur langfristig? Meistens ja, gelle?

In der Folge kommt es also auch darauf an, die einzelnen Quellen gut miteinander zu koordinieren und schlicht zu verstehen. Mal zugegeben, wer kennt den Presse-Kodex? Ha! Erwischt ;)

Pressemitteilungen sind ein natürliches Kommunikationsmittel, werden jedoch häufig als Linkquelle missbraucht. Wer etwas zu sagen hat, dass von erheblichem Mehrwert für seine Bedarfsgruppe ist, der sollte gern auch eine Pressemitteilung dazu veröffentlichen. Wie aber wird eine Pressemitteilung erstellt oder besser gesagt, was sind die Ausschlusskriterien, die eine Pressemitteilung sofort zum Scheitern verurteilen? Das sind wichtige Infos, die eine SEO-Agentur zur Konzeption beherrschen sollte, auch wenn Sie nicht explizit in der Lage sein muss eine Pressemitteilung zu erstellen – schaden tut das allerdings auch nicht.

Reviews & Bewertungen – tatsächliche und echte Bewertungen gehören zum Thema Reputationsmanagement. Jetzt werden manche Leser sagen, alter Hut! Ja, richtig. Ein alter Hut, jedoch einer, den sich die meisten nicht richtig aufsetzen, den Sie ignorieren oder der nur Bestandteil Ihrer Local-SEO Strategie ist.
Das Frage-Antwort-Spielchen in den Q&A Portalen und Blogkommentaren habe ich neulich in einem Facebook-Post gezeigt. Das ist allerdings eine Variante gewesen, die so schlecht war, dass sie definitiv schon wieder lustig ist:


Eingefügtes Bild

Zum Facebook-Post: https://www.facebook...3718426499759:0

Ehrlich gesagt, ist das doch auch niemals eine Disziplin gewesen, die Anfang des Jahrtausends für eine SEO-Agentur irgendeine Relevanz besessen hat.
Darum haben sich später die Qualitätsmanager innerhalb der Onlinemarketing-Abteilungen gekümmert. Warum gehört das denn nun zum wesentlichen Wissensschatz einer SEO-Agentur? Ganz einfach: Nur wenn eine SEO-Agentur in der Lage ist, die inhaltliche Aussage eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Prozesses zu erfassen und leicht wiederzugeben, werden hier Links von tatsächlicher Relevanz entstehen. Also, dehnt sich das Feld insofern aus, dass die Agentur sich mit dem Leistungsportfolio des Kunden ernsthaft auseinandersetzen muss. Dafür gibt es noch viele weitere Beispiele, belassen wir es einmal hierbei.


Das sind zwar massig Aufgaben, aber lieber Leser, wenn Du Teil einer Agentur bist, möchte ich dich gern beruhigen. Das musst Du alles gar nicht selber machen! Das musst Du aber konzeptionieren können. Das solltest Du auch koordinieren können. Ist es aber von der Hand zu weisen, dass eine sinnvolle Koordination aller Bereiche einen erheblichen, positiven Effekt hat? Wie viele Kunden unterhalten heute tatsächlich einen Outreach-Manager?
Aktuell bestehen die Aufgaben einer SEO-Agentur aus weit mehr als nur der klassischen Onpage- und Offpage-Optimierung von Internetseiten, denn die anderen Onlinemarketing-Disziplinen sind mittlerweile so eng mit diesem Segment verzahnt, dass
  • zwar von einer SEO-Agentur nicht verlangt werden darf, dass diese alle Aufgaben erledigt
  • jedoch ganz klar in der Lage ist Korrelationen zwischen den einzelnen Bereichen herzustellen bzw. zu erkennen und diese optimal für den Kunden zu nutzen
Worauf Auftraggeber in 2015 achten sollten (die TOP 10)

Da die Aufgaben je Projekt (Website) so sehr variieren und neben den Basics absolut niemals zu 100% gleich sind, ist es natürlich denkbar schwer dabei einen Masterplan zu erstellen. Die folgenden Punkte sind aus meiner Erfahrung die Herausforderungen, die auf jeden Fall gemeistert werden sollten:
  • Google-Updates und Patente zum Thema Content und Suchverhalten der User
  • Weiterentwicklung der Website-Systeme (CMS)
  • Analyse und Umgang mit manuellen Abstrafungen und algorithmischen Filtern
  • Strategie-Beratung hinsichtlich des Linkaufbaus
  • Markenwahrnehmung einschätzen und strategisch nutzen – Markenaufbau ist nicht nur ein Thema der klassischen Werbe-Agenturen
  • Content-Marketing Strategie
  • Optimierung der Landingpages
  • Konvertierungsoptimierung
  • Follow-Up Prozesse & Before-Entry Prozesse
  • Small Devices
Fragen dazu? Schreib‘ mich einfach auf Facebook oder Google+ an (siehe unten).

Aufgaben einer SEO-Agentur in 2015

Das kann nur eine Ergänzung sein, denn die Dinge, die rausfallen sind schon längst rausgefallen. Wer heute tatsächlich noch Links über Portale von fragwürdiger Herkunft aufbaut, dem kann ich auch nicht mehr helfen.
Was kommt denn hinzu?
  • Content-Optimierung für Smartwatches – Thema „responsive Inhalte“
  • „Neue Ära“ Kolibri-Optimierung – Thema Google Glass & Sprachsteuerung
  • YELP Optimierung – wer will denn nicht von SIRI geküsst werden?
    • Apple Maps Connect Optimierung
  • Prozessoptimierung der zyklischen Agentur Aufgaben
  • Integration von Kreativprozessen im Content-Marketing
  • … kannst Du diese Liste sinnvoll ergänzen? Feuer frei! (in den Kommentaren)
Infografik: Aufgaben einer SEO-Agentur in 2015

Eingefügtes Bild
Diese Grafik darf unter Berücksichtigung der CC BY-NC 4.0 Lizenz verwendet werden. Sie dürfen diese Grafik gern teilen, kopieren und selbst einbinden. Über eine Nennung der Quelle freuen wir uns sehr.

Fazit

Liebe Leute, es wird nicht einfacher. Die Aufgabenstellung an eine wirklich gute SEO-Agentur wird immer komplexer. Selbst wenn der Auftrag nicht heißt „werde zur Eierlegendenwollmilchsau“, ist es wichtig das Futterprogramm für die Sau zu kennen.
Fortbildung ist das Gebot der Stunde - das ist nichts Neues, jedoch in den meisten mir bekannten Fällen schlicht ein Nebenkriegsschauplatz. Das sollte sich ändern. Das muss ein integraler Bestandteil des Agenturgeschäfts sein.


Warum ich das alles so aufgeschrieben habe?

Meine Intension ist vergleichsweise schlicht; ich kann Dich nicht verändern und das will ich auch nicht. Ich kann auch nicht verlangen, dass Du was tust und vielleicht brauchst Du das auch gar nicht. Hut ab, wenn dem so ist. Es muss jedoch ein Weg gefunden werden, die sehr hohe Rate an Interessenten zu verringern, die geprellt und mit sehr schlechten Erfahrungen schwanger gehen.

Author

Christoph Szepanski
Head of SEO @ https://www.blurithmics.de/
Facebook: blurtmx.de/7
Google+: blurtmx.de/8
Twitter: blurtmx.de/b


Anmerkung vom Administrator der Webmasterarena:


Die Foren-Software (IP-Board) lässt leider keine BB-CODES für H-Tags oder reines HTML zu. Aus diesem Grund konnten wir den Artikel nicht nach den gängigen SEO-Kriterien formatieren. Gleiches gilt für die Tabelle.



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jibjabst